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Die T-Com und T-Online werben nicht umsonst mit dem Slogan: "T-DSL - so geht man heute ins Internet!" T-DSL ist der am weitesten in Deutschland vorhandene Breitband-Internetzugang. Mit DSL sind erheblich höhere Geschwindigkeiten im Internet möglich, als man es vom analogen oder ISDN-Anschluss kannte - eine deutlich spürbare Geschwindigkeitssteigerung! Während ich mit ISDN schon mal einen Kaffee ansetzen kann, während ich eine 10 MB große Datei, wie z.B. die neuesten Treiber für meinen Drucker runterlade, lohnt sich das mit T-DSL gar nicht. Nach wenigen Sekunden sind die Daten auf meinem Rechner! Die Dateigröße spielt mit DSL kaum noch eine Rolle. Zudem sind mit DSL auch Pauschaltarife (Flatrate) möglich, was mit ISDN oder analog eben nicht möglich ist, da man ja die teure Telefonleitung belegt. Bei DSL bleibt dei Telefonleitung frei, sie wird überhaupt nicht benutzt. Die Arbeitsweise von DSL unterscheidet sich grundlegend vom Zugang über Analogmodem oder ISDN. Es findet praktisch keine Einwahl statt, wie man es vom Analog- oder ISDN-Zugang gewöhnt ist, wo eine feste Telefonnummer gewählt wird. Vielmehr ist man praktisch bei T-DSL immer mit dem Internet verbunden, sobald das DSL-Modem (im Fachchinesisch BBAE - Breitbandanschlusseinheit) mit der Vermittlungsstelle synchronisiert hat. Daten können aber natürlich erst fließen, wenn man beim Radius-Proxy identifiziert wurde ("Einwahl") und man vom ISP eine IP-Adresse zugewiesen bekommt. Was versteht man unter "Synchronisation"? Nun - im Gegensatz zu analog bzw. ISDN werden die Daten mittels eines komplizierten Verfahrens (QAM) auf ein Trägersignal moduliert. Breitband(Anschluss) heißt deshalb Breitband, weil nicht wie bei analog/ISDN nur ein schmales Frequenzband des vorhandenen Telefonkabels benutzt wird, sondern ein sehr weites Frequenzspektrum. Man überträgt die Daten per QAM16-Modulation (bei höheren Geschwindigkeiten auch QAM 32 und QAM64) auf mehreren Frequenzen gleichzeitig, in etwa so, wie Sie es von Ihrem Fernsehkabelanschluss kennen. Während der Synchronisation, die gleich nach dem Einschalten Ihres DSL-Modems beginnt, führt das DSL-Modem eine Art "Sendersuchlauf" durch. Hier sucht das Modem nach Frequenzen auf Ihrer Telefonleitung, die für eine Datenübertragung generell geeignet sind. Immerhin strahlt Ihre Telefonleitung ähnlich einer Antenne Signale auf benachbarte Leitungen ab und nimmt auch Signale anderer DSL-Anschlüsse auf. Aus diesem Datenmischmasch muss dann Ihr Modem die passenden Signale filtern! Eine unglaubliche Meisterleistung! Jetzt ist auch klar, warum man DSL-Anschlüsse nur in einem gewissen Umkreis zur Vermittlungsstelle anbieten kann - das Signal von der Vermittlungsstelle schwächt sich bis zu Ihnen nach Hause ab und nimmt auch noch Störungen durch andere Anschlüsse auf. Bei knapp 5km ist dann eben einfach Schluss - die Physik lässt sich leider hier noch nicht überwinden. Ein weiteres Problem stellen momentan noch Anschlüsse dar, die über Glasfaser versorgt werden. Was einst der letzte Schrei war und auch heute noch das technisch maximal machbare darstellt, stößt bei DSL an seine Grenzen. Die Glasfaser selbst ermöglicht zwar erheblich größere Bandbreiten als sie mit Kupferleitungen möglich sind, aber die letzten Meter zur TAE-Dose sind momentan nur schmalbandig erreichbar. Die Telekom rüstet inzwischen die ONUs entsprechend nach... ;-) Das ist zwar nicht bei jeder Technik (HYTAS) möglich, aber man forscht an dem Problem. Also nur nicht verzagen! |
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